Grundüberlegungen für einen Lehmbackofen

Alles was vor dem Bau eines Steinbackofens zu berücksichtigen ist
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DJTMichel
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Re: Grundüberlegungen für einen Lehmbackofen

Beitrag von DJTMichel »

:danke: Euch!

Vorhin habe ich mal an den Wänden eine fiktive Arbeitsplattentiefe von 80cm mit Kreide eingezeichnet - da bleibt ja nix vom Platz übrig! Die 80cm sind für den Ofen natürlich viel zu klein. Dort, wo der Ofensockel hinkommt, wird es tiefer. Entweder ich habe das Fundament zu mickrig gemacht oder der Ofen muß kleiner werden. Ich will mir aber die Option des Spanferkelbratens offen halten - ein 30kg Frischling sollte noch reinpassen. Ich schätze, dann muß der Backraum von Tür bis hinterer Gewölbewand schon 1m lang sein (und der Frischling die Läufe anziehen :) ).
Nachtrag
Nachtrag
2904120723-Fundament-mit-80cm-Linie.jpg (147.64 KiB) 5658 mal betrachtet
ich habe jeweils 10cm Fundamentgröße weggelassen um nicht mit dem letzten cm rechnen zu müssen

Ein Ballsaal ist was anderes, aber so bekommt man eine kleine Vorstellung von der Gegebenheit. Eigentlich sollte der Ofen mittig in die Ecke an die Wand, aber da verbaue ich mir eine Menge Platz durch die entstehenden "toten Ecken". Vielleicht sollte ich anstelle des gemauerten Schornsteines aus Platzgründen doch lieber ohne Fuchs* mit dem Rauchabzug direkt hinter der Backofentür durch's Dach gehen?
Otti, kannst Du mir bitte die Stärke Deiner Kuppel (also quasi die Dicke der Isolierung) sagen, damit ich ungefähr weiß, was ich da jeweils zum Backraum an Platz addieren muß? Du bist doch auch Jäger, paßt das mit der von mir angenommenen Länge des Backraumes? Ich bin bisher noch nicht auf die Idee gekommen, einen erlegten Frischling zu messen :hihi: .
Woher bekommt man eigentlich ein Backblech in Frischlingsgröße?


*) hat ein Fuchs neben optischen Gründen noch andere vorteilhafte Eigenschaften, ggf. Erhöhung des Wirkungsgrades durch einige °C mehr Oberhitze?
Zuletzt geändert von DJTMichel am So 29. Apr 2012, 10:53, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß
Michel ;)


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Hochrheinbahner
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Re: Grundüberlegungen für einen Lehmbackofen

Beitrag von Hochrheinbahner »

Hallo Michel,
mache doch erst mal deinen Ofen und den Rauch.Das andere kannst du ja später anbauen. Das ganze hält dich zeitlich doch noch recht auf. :buddeln: :wall:
Andererseits wenn du das Fundament noch weiter nach aussen machst , solltest du auch eine Dehnfuge einplanen. Denn der Boden arbeitet auch bei noch so gutem und tiefem Fundament noch.

Viele Grüße aus dem Süden Badens Gerd
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Ottis Eicher
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Re: Grundüberlegungen für einen Lehmbackofen

Beitrag von Ottis Eicher »

Hallo Michel,

meine "Wandstärke" ist ca. 25-30cm. Da ist der Lehmstein und die Lehmstrohisolierung.
Die Kuppel ist aus halben Steinen gemauert, da man die Rundungen besser ausbilden
kann. Die Tiefe von einem Meter sollte für einen 30 Kg Frischling ausreichen. Wenn
die eine "Schildkröte" nachbaust würde ich die "Breite" auf max 80-85cm ansetzen.
Nur eine gute Isolierung ist für ein solches "Schwein" erforderlich, da es bestimmt
3-4 Stunden im Ofen ist. Bei der Planung ist auch die Ofentür wichtig, sonst hast
du das Schwein aber es ist zu groß für die Tür. Den Bräter kannst du machen lassen.
Es gibt immer nette Leute die Beziehungen zu Edelstahlblech haben und es auch
noch Schweißen können. Meine Türmaße sind in der Breite 46cm und li-re 34 cm.
Höchster Punkt in der Tür sind glaube ich 38cm. Wenn du willst messe ich nach.

Am wochenende war ich in Solingen und ein Schmied hatte eine Esse die auch
die Schildkrötenform hatte und der war sehr zufrieden mit seiner selbst
gefertigten Esse.

Wenn du die Kuppel sehen willst von deinem Ofen dann ist die Isolierung aus
meiner Sicht etwas aufwendiger zu gestallten. Die Füchse bringen die mehr
Oberhitze und verbesseren die Holzausbeute, durch die heißen Gase wird
das Gewölbe aufgeheizt. Sieh dir alte Öfen in Freilichtmuseen an, da kannst du
viele Details erkennen.

Eben war ich bei einem alten Backofen und da haben Sie 41 Brote auf
einmal eingeschossen. Es war eine gute Unterhaltung mit dem "Bäcker".

So nun geht es auf den Bock, heute morgen habe ich ein Schmalreh erlegen
können und meine alte Hündin war auch dabei, es war ein sehr schönes
Jagderlebnis.

Hoh Rüd Hoh aus dem Sauerland.
Gruß aus dem Sauerland

Ottis Eicher
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DJTMichel
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Re: Grundüberlegungen für einen Lehmbackofen

Beitrag von DJTMichel »

Hallo Gerd,

nee, die Fundamentgröße muß jetzt so reichen - für Backofen und Räucherofen + eine kleine Ablage genügt sie ja auch völlig. Jetzt mache ich mir nur Gedanken über die günstigste Anordnung.

Hallo Otti,

:danke: für die vielen Informationen.
Die max. 85cm Breite beziehen sich auf das Brennrauminnenmaß, denke ich? Dann wird meiner + zusätzlicher Isolierung schon deutlich breiter als 1,50m, würde also knapp 1,50m x 2m an Grundfläche einnehmen! Gut das ich gefragt habe, hätte ich nicht gedacht, denn vernünftig Wärme halten muß er natürlich. Dann muß er ja förmlich an eine der Wände gerückt werden, sonst komme ich mit dem Platz in Schwierigkeiten.
Beim Thema "Ofentür" und "Bräter" stehe ich derzeit noch völlig auf dem Schlauch. Ich selber habe keine Möglichkeit dazu und würde mich über die Anfertigung durch einen darin erfahrenen Mitforisti (natürlich gegen Bezahlung) freuen. Anderenfalls muß ich mir mit einem in die Öffnung gesteckten Blech o.ä. helfen. Ein Frontfoto Deiner Tür (sie wird groß genug für meine Zwecke sein) incl. Bemaßung wäre hilfreich zur Orientierung. In das Thema "Fuchs" muß ich mich dann wohl mal gesondert einlesen, denn was Du dazu schreibst klingt interessant (auch wenn ich kein Ökozausel bin und es mir auf drei Scheite Holz mehr nicht ankommen soll). Welches Freilichtmuseum käme für das Studium von Lehmöfen in Betracht? Das Brotmuseum in Ebergötzen bietet zu dem Thema leider keine genügenden Informationen.
Du warst am WE in Solingen? Die Welt ist ein Dorf - Schwiegereltern (wohnen in Solingen/Ohligs) waren am WE bei uns...
Aus so einem komischen Ökoverlag habe ich mir ein Heft über Lehmofenbau kommen lassen. Ich finde es unprofessionell und mit nervigen Untertönen gespickt geschrieben. Eine Sache klingt jedoch nicht schlecht: es wird von "Graslehm", also mit viel kleingeschnittenem Gras vom Rasenmähen (von Leuten zu bekommen, die derartig unökologische Verrichtungen tätigen steht da sinngemäß :muah: ) durchsetzten Lehm als gute Isolierung nach außen geschrieben. Hast Du davon schon mal gehört?

Weidmannsheil zum Schmalreh ;), konntest Du Deinen Bock erlegen? Meine Frau kam gestern ohne Weidmannsheil aus dem Revier zurück, ich war noch gar nicht draußen. Irgendwie reizen mich die Schwarzkittel mehr und da werde ich in drei Monaten genug mit zu tun haben, wenn der Weizen in der Milchreife ist. Am Wochenende habe ich einige Jäger zum Gemeinschaftsansitz eingeladen und vielleicht kommt ja auch bei mir etwas vorbei... Meine DJT-Hündin ist 9Jahre alt und ich hoffe noch auf einige Jagdjahre mit ihr.
der Schuß war fast aufgesetzt, anderenfalls lehne ich solche Trefferlagen strickt ab!
der Schuß war fast aufgesetzt, anderenfalls lehne ich solche Trefferlagen strickt ab!
Ronja-mit-26kg-Überläuferbache.jpg (149.97 KiB) 5633 mal betrachtet
ein älteres Bild von der Kröte (wie meine Frau zu sagen pflegt...)

Was hast Du für einen Hund?
Gruß
Michel ;)


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hoinersoiner

Re: Grundüberlegungen für einen Lehmbackofen

Beitrag von hoinersoiner »

... kleiner Hinweis für nichtkundige WAIDMÄNNER...

:ksmodus: -Modus ein ...

.... DER HUND ISS LINKS !!!! :rofl: :rofl:

:ksmodus: - Modus aus ....

...SCHPÄSSLE .. - nix für ungut - iss mir grad nix bessres eingefallen...

Gruss und haut rein..

:drink1:

HOINER

:drink1: :drink1:
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Ottis Eicher
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Re: Grundüberlegungen für einen Lehmbackofen

Beitrag von Ottis Eicher »

Hallo Michel,

das Buch kenne ich "Einfälle statt Abfälle" und die Tips sind nicht schlecht, doch
alles ernst nehmen kann man da nicht.

Ich habe die Lehmsteine "Grünlinge" gekauft und die Isolierung ist Lehm aus dem
Wald der mit Stroh gemischt wurde, so haben sich diese Kosten in Grenzen gehalten.

Ich sende dir mal eine PN.

Meine Hündin ist ein Kleiner Münsterländer.
Gruß aus dem Sauerland

Ottis Eicher
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DJTMichel
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Re: Grundüberlegungen für einen Lehmbackofen

Beitrag von DJTMichel »

Ich habe heute einige Säcke Trass-Zement-Mörtel gekauft und mußte gleich mal einige Feldsteine übereinandermauern:
ist 'ne ganz schöne Fummelei für mich Neumaurer
ist 'ne ganz schöne Fummelei für mich Neumaurer
erste-Feldsteine-gemauert.jpg (139.74 KiB) 5609 mal betrachtet
Eins nette Fummelei sage ich Euch, da werde ich mich noch eine Weile mit aufhalten...
Gruß
Michel ;)


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exe

Re: Grundüberlegungen für einen Lehmbackofen

Beitrag von exe »

Diese Mauern gefallen mir besonders gut. Das wir schön. :)
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Re: Grundüberlegungen für einen Lehmbackofen

Beitrag von Spätzünder »

deine mauer wird der hammer. :respekt:
naturstein sieht immer gut aus.
es fragt keiner wie lange du brauchst,
alle wollen wissen wer hat sie gebaut.
lg
spätzünder. :drink1:
hoinersoiner

Re: Grundüberlegungen für einen Lehmbackofen

Beitrag von hoinersoiner »

... das wird der HAMMER

:applaus: :applaus: :applaus:

Naturstein iss GEIL...

und wenn man ihn zu dem Tarif bekommt wie du, dann lohnt die Fummelei.... (wie immer im Leben ... )

:drink1: :drink1:

weiter so ,, das wird ne NETTE ECKE...!

:drink1: :drink1:

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