Gerd, meinst Du, das gegenwärtige Konsumverhalten machen die Leute, weil sie Bock drauf haben? Ein nicht unwesentlicher Teil kann gar nicht anders, weil die finanzielle Situation nicht mehr zulässt. Wir arbeiten in unserem Kinderverein z.B. mit Kindern aus einkommenschwachen Familien. Ich klammere jetzt mal die Familien aus, die das Wenige, was vorhanden ist, versaufen & verqualmen. Das Gros dieser Familien muss den Cent dreimal umdrehen, muss Prioritäten setzen. Die können dann eben nur etwas Abwechslungsreiches auf den Tisch bringen, wenn sie auf Billigangebote zurückgreifen. Da ist nicht "Geiz geil", sondern einfach notwendig. Fleisch, Fisch, Gemüse - immer sind Billigangebote gefragt.Gerd_Ostsee hat geschrieben:... Mich nervt dieses, aktuelle Konsumverhalten, aber dies ist halt leider Momentan (und auch schon seit geraumer Zeit) wohl "normal" geworden ... ich mach da nicht mit.......
Viele Grüsse Gerd
Die schon oft gemachten Sprüche, lieber nur ein Mal die Woche Fleisch/Fisch zu essen und dafür hochpreisiges, die sind zwar als Sprüche gut, aber auch nicht für mehr. Ich weiß nicht, ob hier von Euch schon mal jemand zu zweit mit rund 380 Euro im Monat auskommen musste. Davon gehen noch Benzin, Versicherungen, und ... und ... und ... ab. Dann könnt Ihr Euch ausrechnen, was da real für Lebensmittel bleibt. Nebenbei muss noch angespart werden für Eventualitäten, Zuzahlungen beim Zahnarzt (nein, die Krankenversicherungen übernehmen nicht ALLE Kosten), die Enkelkinder möchten auch mal etwas Kleines geschenkt bekommen, Autoreparaturen am uralten Schlorren ...
Also, bitte nicht immer nur so einfach machen von wegen aktuellem Konsumverhalten. Verschlechtern wird sich diese Situation in den nächsten Jahren nachhaltig, wenn der Wahnsinn mit den "Facharbeitern" weitergeht. Wenn der Mindestlohn für diese ausgehebelt wird, werden Unmengen an Deutschen mit weniger auskommen müssen, weil die wenigen Zuverdienstmöglichkeiten wegfallen.
Wolfgang


