noch im alten Jahr hatte ich die Röstwiebel-Mettwurst gemacht. Im neuen Jahr möchte ich sie euch vorstellen.
Der Bericht wird etwas länger, schon wegen der vielen Bilder.
So kann ich am einfachsten die verschiedenen Arbeitsschritte darstellen.
Gekochte Röstzwiebelwurst gehört zu den Kochwürsten wie der Name schon vermuten lässt.
Bei diesem Rezept wird das gesamte Material gegart. Die Streichfähigkeit entsteht durch das erstarrte Fett, daß das Magerfleisch umschließt und so eine homogene Masse bildet.
Der Metzger lässt in dieser Wurst seine fetten Fleischabschnitte verschwinden.
Ich habe Schweinebauch mit ca. 50% Fett genommen und einige magere Fleischabschnitte zugegeben die ich noch in der Truhe hatte.
Das Material wird in wolfgerechte Stücke geschnitten und über Nacht in Lake vorgepökelt. Als Wursthülle hatte ich mir passende Kunstdärme besorgt Das vorgepökelte Fleisch wird kalt abgewaschen und dann in wenig Wasser gegart. Dabei soll das Fleisch nur garziehen und nicht wallend kochen. Laut Beipackzettel sollen die bedruckten Därme 1 Stunde in handwarmen Wasser einweichen.
Daran habe ich mich gehalten und das Wasser gelegentlich erneuert, weil es im kalten Keller recht schnell abkühlte. Das sind die Röstzwiebeln. Man bekommt sie im 200g Becher in jedem Supermarkt. Die Zwiebeln werden im Mixer fein zerkleinert.. und das Zwiebelmus mit dem gegarten Fleisch und den Gewürzen vermischt. Dann wird durch die 3mm Scheibe gewolft.Das geht ruck-zuck da das Fleisch warm und gar ist. In das gewolfte Fleisch, das recht trocken und krümelig ist, wird Kochbrühe gegeben um eine homogene Masse zu bekommen.
Dabei soll zuerst das Fett der Kesselbrühe, das sich oben absetzt, mit in die Wurst. Die Wurstmasse muss möglichst luftfrei in den Wurstfüller gegeben werden, damit beim Füllen nicht ständig Luftblasen in die Wurst kommen.
Wirklich luftfrei habe ich das noch nie hinbekommen. Dann wird gefüllt. Ziel ist es eine prall gefüllte Wurst ohne Falten herzustellen. Das hat nicht immer geklappt.
Es soll so prall gefüllt und abgebunden werden, daß die frisch gefüllte Wurst springt, wenn sie auf die Arbeitsfläche fällt.
Die Wurst soll nicht nur gut schmecken sondern auch gut aussehen.
Mausi füllt und gibt alles. Mehr geht nicht. Naja sieht ja ganz gut aus. Also kann die Wurst für 45 Minuten bei 75°C im Kessel gebrüht werden. Als die Zeit um war, die Enttäuschung. Von praller Wurst war nichts mehr zu sehen. Der Darm war weich geworden, die Wurst richtig wabbelig.
SCH...e. Es nützt aber nichts, die Wurst muss in kaltem Wasser abgekühlt werden. In der Zwischenzeit mal sehen was Mausi so macht. Mausi hatt multiple Probleme mit ihrem Lappi. Der Monitor bleibt schwarz.
Aber es ist ja noch Garantie drauf. Wir beschließen den Lappi sofort zum Händler in die Nachbarstadt zu bringen.
Ach ja die Wurst. Erst noch schnell aus dem Wasser nehmen.
Die Wurst war im kalten Wasser abgeküklt und faltig geworden.
So ein Mist, ich mache in Zukunft keine Wurst mehr.....
Also auf zum Computerhändler. Als wir wieder kamen sah ich nach der Wurst. Oh Wunder, die Wursthülle war wohl durch die Restwärme geschrumpft
und wieder richtig prall und faltenfrei geworden. Der Anschnitt Geschmackstest auf selbstgebackenem Brot Lecker.
So das wars.
Falls interesse an dem Rezept besteht, stelle ich das gerne gesondert ein.

