Backkurs vom 07.04 - 09.04. bei der katholischen Landvolkhochschule am Petersberg in Erdweg/Dachau
Ich war dabei und ich muss sagen, es hat mir sehr gut gefallen! Der Kursleiter ist gut drauf, hat aber vom Backen keine Ahnung und hat deshalb auch einen Bäckermeister von der Bio-Bäckerei Gürtner aus Dachau als Referent an seiner Seite. Ich hatte mich am Anfang etwas bedeckt gehalten, der Meister hat aber dann sehr schnell gemerkt, dass ich nicht so ganz der Laie bin (konnte meine Fresse ja auch nicht so richtig halten) und von da an war ich seine "rechte" Hand (obwohl ich Linkshänder bin).
Wir habe Brezen, Brot, Ciabatta, Rahmflecken und Osterfladen gebacken. Alle Teige wurden mit der Hand geknetet und beim Sauerteig hat er die 3- Stufenführung erläutert, aus der wir dann die Brotteige erzeugt haben! Es gab 3 Brotrezepte zur Auswahl Roggenvollkornbrot, Roggen-Dinkelvollkornbrot und Dinkelbrot (mit Brühstück).
Das war sehr interessant zu sehen, wie sich "Anfänger" mit den Teigen, vor allem beim Aufarbeiten, schwer tun....
Die wirkliche Herausforderung kam aber erst....das Backen im Lehmbackofen mit indirekter Befeuerung....

wir hatten zur Unterstützung auch noch einen mobilen Holzbackofen vom Häusler! Ein Kursteilnehmer aus der Nähe hatte diesen rangeschafft. Er hatte aber noch keine Backerfahrung (evtl. Einführung von der Fa. Häusler beim Kauf!) aber vermutlich viel Geld, das Ding kostet 15000€ und er nutzt den nur als Hobby..
Auf jeden Fall kam es wie es kommen musste...Großkotz Backfuzi mit eigenem HBO und 1 Million Jahre Backerfahrung wurde gleich zum Ausbacken an die Öfen bestellt, da hier auch die Erfahrung des Bäckermeisters endete!
Da ich beide Öfen nicht kannte, war es nicht einfach, das Backverhalten richtig einzuschätzen, aber im Laufe des Tages ging es dann immer besser! Vor allem der Lehmbackofen verlor im Backraum sehr schnell die Oberhitze, die Lehmschicht wurde wohl auch zu dünn aufgetragen, auch hatte die "Schildkröte" oben Risse! Nach meiner Rückfrage beim Kursleiter, warum der Backraum so großzügig gebaut wurde, kam als Antwort" damit wir auch mal eine Sau reinschieben können" ...ok, er meinte wohl ein Spanferkel
Dann passierte mir doch noch ein Fauxpas...da die Brotteiglinge die Gare erreicht hatten, sammelte ich die Brote ein, um sie in den Ofen zu schieben, soweit so gut! Aber eine Teilnehmerin war kurz weg, als sie dann zurückkam und feststellte, dass.jemand ihr Brot eingesammelt hatte, ging sie wie eine Furie auf, "sie wollte doch ihre Brote noch kennzeichnen, damit sie dann auch ihre eigenen wieder zurückbekam, wer hat die eingesammelt? Sie findet das Unverschämt!

"
Okay, ich habe ihr dann erklärt, dass die anderen Teilnehmer ihre Brote kennen, dann werden wohl ihre schon übrig bleiben

, dass hat sie dann nicht gleich beruhigt, aber später sank ihr Blutdruck schon wieder!
Der Sauerteig vom Bäckermeister Holger war der Hammer! Es soll 100 Jahre alt sein und hatte eine Triebkraft, bedingt auch durch die 3 Stufen Führung, der ging ab wie Schmidts Katze,darum konnte auch auf Hefe im Brotteig verzichtet werden!
Jeder konnte auch eine Sauerteig mit nach Hause nehmen!
Ich werde auf jeden Fall beim nächsten Kurs wieder teilnehmen, mir hat es riesigen Spaß gemacht!
So nun noch ein paar Bilder:

- Ablauf
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- Bäckermeister Holger
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- Lehmbackofen "Schildkröte"
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- Holzbackofen Häußler
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- Backraum Lehmbackofen
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- Brezen fürs Frühstück
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- Ciabatta etc.
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- Allerlei
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