Grundüberlegungen für einen Lehmbackofen

Alles was vor dem Bau eines Steinbackofens zu berücksichtigen ist
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Farmer3s

Re: Grundüberlegungen für einen Lehmbackofen

Beitrag von Farmer3s »

Hallo Michel,

die Mauer würde ich so aus dem Bauch heraus schon eine Woche austrocknen und härten lassen, teilweise wird bei den Natursteinen ja doch etwas mehr Mörtel zwischen sein. Lässt Du die Betonplatte vorne überstehen? Hast Du Dir über das einschalen schon gedanken gemacht? Du köntest das überstehende mit Leisten gleich ein wenig in Form bringen statt nur eckig.

Zum Putz, bei einer glatten Wand macht man erst einen Tag vorher einen Spritzwurf damit der Putz besser hält. Dann kommt es auf die Mischung beim verputzen an, ist sie zu feucht klebt sie nicht und ist sie zu trocken zieht sie zu schnell an und fällt auch wieder ab. Das mit dem an die Wand werfen muss man üben das muss mit dem richtigen Schwung aus dm Handgelenk kommen. So schön mit nem Schwung von unten. Dann lässt Du diese Putzschicht anziehen und reibst es glatt mit dem Reibebrett, sollte es stellweise mal zu hart sein dann mit dem Quast ein wenig Wasser gegen spritzen und weiter geht´s. Und wo ein Loch ist kommt noch ein wenig Mörtel mit rein, Vorsicht mit dem Zeug was am Boden liegt da sind gerne mal Steine zwischen und die machen Dir dann alles kaputt. Du wirst sehen das ist gar nicht sooo schlimm.

Gruß Jörn
Zuletzt geändert von Farmer3s am Fr 1. Jun 2012, 08:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Hochrheinbahner
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Re: Grundüberlegungen für einen Lehmbackofen

Beitrag von Hochrheinbahner »

Hallo Michel
mit der geilen Beleuchtung sieht dein Mauerwerk ganz gespenstisch aus :lupe: , fast wie eine Burg und gefällt mir richtig :beob: . Ganz gut macht sich auch der Backround mit der Mauer :wall: . Mit dem Betonieren kannst du ruhig anfangen, die Mauer ist ja schon fest . Du solltest dein Betonboden sowieso mit Stützen absichern , dass der Druck nicht zu gross wird. Je mehr je besser . Wenn eine Betondecke gemacht wird , sind auch viele Stützen drunter, denn der Beton ist in Flüssiger Form unstabil und wird erst nach abbinden fest. Die Stützen sollten mindest zwei bis drei Tage drunter bleiben.

Viele Grüße Gerd aus dem süden Badens
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Steini
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Re: Grundüberlegungen für einen Lehmbackofen

Beitrag von Steini »

Hallo Michel,

die "Feldsteinoptik" ist echt genial.
Das gefällt mir außerordentlich gut.

Bisher hast du eine saubere Arbeit abgeliefert. :respekt:

LG, Steini
Ein Gedanke, der richtig ist, kann auf die Dauer nicht niedergelogen werden.
(Otto von Bismarck 1815-1898)
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Ottis Eicher
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Re: Grundüberlegungen für einen Lehmbackofen

Beitrag von Ottis Eicher »

Hallo Michel,

denk dran was du einschalst muss durch die türbögen wieder raus.
Ich habe da selbst meine unschönen Erfahrungen machen müssen.
Gruß aus dem Sauerland

Ottis Eicher
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DJTMichel
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Re: Grundüberlegungen für einen Lehmbackofen

Beitrag von DJTMichel »

freut mich echt, wenn es Euch gefällt :danke:

@Gerd: unter die Tür werde ich, wie Du richtig vorgeschlagen hast, mehrere Stützen machen. Das Werk soll mir ja nicht über den Jordan gehen...

Ich werde die Unterkonstruktion der Platte größtenteils mit einer alten Tür (1,95 x 0,80m) machen, Otti. Die kriege ich natürlich nie und nimmer durch das Loch. Nachdem die Platte einigermaßen ausgehärtet ist, will ich die Stützen entfernen und die Tür usw. herunterziehen (hoffentlich nur die :P ). Mit der Handkreissäge säge ich sie dann in Stücke - so ist der Plan. Als Zahntechniker ist mir noch gut in Erinnerung, daß eine durchdachte Form viel Arbeit spart - die Schalung wird einiges an Zeit kosten, weil ich eben nicht mal schnell ein Spanngurt um alles zurren kann. Aber vorher will ich das Betonfundament unterhalb der Platte = des späteren Ofens noch mit flachen Feldsteinplatten "Pflastern", da ich später dort nur noch in niedriger Gangart rankomme. Da endlich mein Auto wieder fit ist, konnte ich vorhin einige Steinplatten herbeischaffen:
so sehen sie aus, wenn sie vom Feld/Wald kommen
so sehen sie aus, wenn sie vom Feld/Wald kommen
020612001Ladefläche-Pinzgauer-710M.jpg (147.38 KiB) 3940 mal betrachtet

Um die Wand kümmere ich mich auch noch und werde Deine Ratschläge zum verputzen ausprobieren - schönen Dank dafür.

Jetzt mal eine neue Frage an Euch: Ich habe mir vor Jahren das rechte Handgelenk gebrochen und LW 1+2 nebst 12 Knochen in beiden Füßen sind ebenfalls nicht mehr original - das anrühren des Mörtels ist also kein Vergnügen für mich. Nun habe ich mir so eine Art Quirl für meine kleine Bohrmaschine für 6,- aus dem Baumarkt besorgt und befürchte, das macht die grüne Bosch nicht lange mit. Sie wird warm und riecht auch etwas genervt :?. In die Betonplatte passen gut 0,5m³ Beton, taugt dieses Ding zum anrühren? Ich würde ja glatt in Richtung günstigen Betonmischer tendieren, aber ich brauche ihn so selten und er steht somit die allermeißte Zeit herrum (oder wird ausgeliehen und ich bekomme ihn versifft wieder und ärgere mich darüber...)

Heute habe ich nur etwas Ordnung geschaffen, mal schauen wie das Wetter morgen ist.
020612002Blick-von-innen.jpg
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020612004eingemauerte-Eckstrebe.jpg (124.86 KiB) 3940 mal betrachtet
der gibt eine herrliche Retention für die Platte ab
der gibt eine herrliche Retention für die Platte ab
020612007Feldsteinbogen-von-innen.jpg (114.68 KiB) 3940 mal betrachtet
hier habe ich neulich drei große Steine "entsorgt" - die Wand hat keine Eile
hier habe ich neulich drei große Steine "entsorgt" - die Wand hat keine Eile
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der Schnittlauch soll da so nicht ewig stehen ;o)
der Schnittlauch soll da so nicht ewig stehen ;o)
020612009aufgeräumte-Baustelle.jpg (132.34 KiB) 3940 mal betrachtet
Gruß
Michel ;)


Jäger - Die besseren Grünen!
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Hochrheinbahner
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Re: Grundüberlegungen für einen Lehmbackofen

Beitrag von Hochrheinbahner »

Hallo Michel,
wenn du schon unbedingt eine Türe verwenden möchtest , dann würde ich sie vorher zersägen und die einzelnen Stücke mit Laschen versehen. So kannst du nachher die Schrauben rausschrauben , die Laschen entfernen und somit die einzelnen Teile besser nach draussen schaffen. Die Stützen immer unter die Laschen stellen ,mit Spax-Schrauben gegen Umfallen sichern.
Die Betonmaschine kannst du auch beim Baumarkt ausleihen, ich habe das selbe Problem, meine Betonmaschine ist nur Zuhause wenn sie kaputt ist.
Die eingemauerte Eckstrebe ist das Patent aus dem Brückenbereich von Zahnkronen oder Prothesen? Als Zahntechniker wirst du auch sehr kleine Werkzeuge besitzen um die Schalung zu entfernen. Genug gelästert, der Schnittlauch macht sich gut auf der Mauer , vorallem wächst er auch mit Flutlicht.


Viele Grüße aus dem wachsamen Süden Gerd :beob:
Farmer3s

Re: Grundüberlegungen für einen Lehmbackofen

Beitrag von Farmer3s »

Hallo Michel,

alter Sammler ich gucke neidisch in Deinen Kofferraum...

Kannst Du Dir nicht einen Mischer leihen? Irgendwer hat doch sowas immer ungenutzt in der Ecke stehen. Oder Du kaufst Dir so einen billigen klobigen Bohrhammer und mischt damit Deine Mischung, dann hättest Du halt noch eine Bohrmaschine die wird doch eher gebraucht als ein Mischer. Ich hab so ein billiges Aldi Teil seit Jahren und damit lässt sich gut Mischen, hat Power und dreht nicht so schnell.

Achja, das was Du baust sieht richtig gut aus! Das man Beton einfärben kann weisst Du? Nur so nebenbei falls Du den Beton sichtbar lässt, nur so als Idee.

Ist das bei Euch auch so kalt, gestern tags 12° und heute morgen 5°... sing: Wann wird´s mal wieder richtig Sommer.....

Viele Grüße Jörn
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Re: Grundüberlegungen für einen Lehmbackofen

Beitrag von Hochrheinbahner »

Hallo Michel,
zum Thema Betonmischmaschine, meine Zweitmaschine , wenn der Betonmischer wie immer wieder mal ausgeliehen ist.
Kress 900 Watt mit Rührquirl, gefunden Recycling, einmal richtig sauber gemacht. Kabel neu und Anker gereinigt. Hat Drehzahlreglung, Kraft mit kleinster Drehzahl und ist unkapputbar bei guter Behandlung, wie meine Frau.

Viele Grüße Gerd der Südbadener
hobbywurster

Re: Grundüberlegungen für einen Lehmbackofen

Beitrag von hobbywurster »

:tach: :tach:



Hallo Michel,


wie wird das mit dem Beton bei dir?


Fertig aus der Tüte oder richtig mit Kies und Zement?


Anmischen kannst du doch in jedem Fall auf deiner "Grundplatte",


Erdfeucht reicht da.


Da brauchst du nur eine Flachschippe und eine Giesskanne.


Wenn du deine Schalung dann voll hast, kannst du immer noch Wasser dazu bringen, auch um die


Ränder besser zu verdichten. Dazu reicht ein Stück Dachlatte.


Die "Auflage" mit dem fippsigen Eisen :pfeifend: solltest du mit weiteren Bohrlöchern und eingeschlagenem


Rundmaterial/Baustahl verstärken.


Die Baustahlmatte wird mit diesen Eisen "verrödelt" (verbunden/verdrahtet)!


Für die Bohrlöcher ist ein Pneumatik Bohrhammer recht hilfreich, die gibt es schon für ca. 50€ im Baumarkt


(für den nicht gewerblichen Bereich), ansonsten Hilti.......! :drink1: :undwech:
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Iceman
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Re: Grundüberlegungen für einen Lehmbackofen

Beitrag von Iceman »

DJTMichel hat geschrieben:
Jetzt mal eine neue Frage an Euch: Ich habe mir vor Jahren das rechte Handgelenk gebrochen und LW 1+2 nebst 12 Knochen in beiden Füßen sind ebenfalls nicht mehr original - das anrühren des Mörtels ist also kein Vergnügen für mich. Nun habe ich mir so eine Art Quirl für meine kleine Bohrmaschine für 6,- aus dem Baumarkt besorgt und befürchte, das macht die grüne Bosch nicht lange mit. Sie wird warm und riecht auch etwas genervt :?. In die Betonplatte passen gut 0,5m³ Beton, taugt dieses Ding zum anrühren? Ich würde ja glatt in Richtung günstigen Betonmischer tendieren, aber ich brauche ihn so selten und er steht somit die allermeißte Zeit herrum (oder wird ausgeliehen und ich bekomme ihn versifft wieder und ärgere mich darüber...)
Ich hab das mit einer alten Bohrmaschine und so nem Quirl gemacht. Das Teil war eine meiner ersten Anschaffungen nach dem Mauerfall :).
Es ist auch eine grüne Bosch :D , auch sie wurde warm und roch genervt :D , aber da musste sie durch. Es war mühsam, aber immer noch besser als mit der Hand anzurühren.
Sie hats überstanden.

BTW: Gibts mal ein Ganzfoto von Deinem Fahrzeug??
Viele Grüße, Heiko
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