Härten, Anlassen, Polieren
Letzten Sonntag hab ich ein paar Brote gebacken und weil schönes Wetter war meine Feldschmiede mal angeworfen. Ich wollte doch immer nochmal etwas Schmieden. Hab da in meiner Lehre, vor 45 Jahren, mal etwas reingerochen, Hammer, Schraubenzieher, Meißel und so Zeugs gemacht. Halt die ersten Schritte einer Schlosserlehre.
Die Glut aus dem Backes war gerade richtig zum anfeuern.

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Eine alte Dehnschraube vom Treckerzylinderkopf mußte dran glauben. Ich hab dann mal versucht, einen langen Dorn zu dengeln. Aus dem Rest der Schraube wurde dann eine Schneide. Den Dorn etwas gebogen und das ist nach dem Feilen und Schleifen draus geworden.

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Der Sonntagmorgen hat nochmal richtig Spaß gemacht
In ein Brot habe ich scharf angebratenen Speck und Zwiebeln eingebacken. Das kann man ohne Belag so "aus der Hand" essen. Dazu gabs dann noch ein Selbstgebrautes! Schmieden ist ja soooo Schweißtreiben und der Flüssigkeitshaushalt des Körper muß ja stimmen.
So eine Art Wikinger- Lagermesser ist's geworden. Das wird gleich noch etwas feingeschliffen, gehärtet, nochmal blank geschliffen, angelassen, poliert, geschärft und dann der Griff noch geschwärzt.
Leider habe ich das Messerchen zu stark ausgeschmiedet, einige "Katschen" bleiben wohl drin. Die Schraube hatte einfach zu wenig Material.