Weidmannsdank, Otti & Hoiner. Nein, das war nur der Fangschuß.
Ich saß heute Nacht schon einige Stunden auf einer freistehenden Leiter am Weizenfeld, als es plötzlich hinter mir raschelte. "Wird wohl nur ein Dachs sein" dachte ich und versuchte ihn, mehr aus Langeweile ins ZF zu bekommen. Das Geräusch wurde lauter und ich konzentrierte mich auf das Ende einer Fahrspur, denn aus der Richtung schien es zu kommen. Plötzlich stand ein ÜLK in voller Pracht im Mondlicht
und voll in meinem Wind der breit ausgefahrenen Fahrspur, sogar der Pinsel war zu sehen. Einen Wimpernschlag später klingelten mir gehörig die Ohren, denn ich hatte meinen Gehörschutz neben mir liegen, anstat ihn aufzusetzen. Der kleine Keiler ging auf seine letzte Reise. Nach 50m stellte ihn meine DJT Hündin, ich rief sie ab und gab ihm rasch den Fangschuß. Einschuß Kammer, Ausschuß Keule. Nicht schön, aber es ging in der Situation nicht anders. Ich habe die kaputte Keule zu Hause gründlich ausgeschnitten, aber so schlimm war es gar nicht. Das bleifreie Geschoß durchdrang zwar den gesamten Wildkörper diagonal, splittert jedoch nicht und somit bleibt die Wildbretentwertung im engen Rahmen. Der frißt mir jedenfalls keinen Weizen mehr auf! Gewogen habe ich ihn nicht, aber sofort abgeschwartet. Das geht bedeutend leichter, wenn sie noch warm sind und außerdem bleibt das Kühlschrankinnere sauber(er). Er wird um die 45 - 50kg in der Schwarte gehabt haben. Das Bild zum Größenvergleich. Weit weg war er im Weizen nicht, es war gerade von einer Fahrspur zur anderen (30m).

- in der Birke hängend
- 03072012ÜLK-Askarileiter04.jpg (148.05 KiB) 1060 mal betrachtet
Nur weiß ich echt nicht, wohin damit. Unsere Kühltruhe ist rammelvoll.
Wenn es kälter wäre (Winter), würde ich glatt komplett Salami daraus machen, aber doch nicht bei diesen Temperaturen und außerdem ist das junge Stück eigentlich viel zu schade dafür! De gehört in den Backofen

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Gerhard und ihr anderen Wurschtler hier, wißt Ihr eine Lösung?