Meine Bestrebungen gingen also dahin, bei der Brauchwassererwärmung die PV-Anlage so effektiv wie möglich einzubinden.
Im Heizbetrieb werden sich auch ein paar Vorteile ergeben haben, die liegen aber deutlich mehr im Bereich der Zirkulationspumpe als bei der Wärmepumpe, dieser Kreis war aber ja auch nicht Ziel des "Angriffs".
Meine "Erfassungs/Sensorschaltung" zur Überlistung des Fühlers hat eigentlich so funktioniert wie ich mir das gedacht habe, was nicht uneingeschränkt funktioniert hat, war die Überlistung der Physik
Ich habe vorher eine Brauchwassertemperatur von 40° eingestellt, durch das aufsteigende warme Wasser nach Abschalten im Schichtspeicher ergab das für das Brauchwasser eine Temperatur von ~45°.
Nun setzte meine Überlistung ein und wollte die Abschalttemperatur auf 45° legen, was dann ~50° Brauchwassertemperatur ergeben hätte. Die WP schaltete aber an sonnigen, heissen Tagen schon bei 41°, max. 42° wieder ab und lief in die Hochdrucksicherung.
Die WP kommt in ihrer Vorlauftemperatur zu hoch und schaltet ab, die von der Wärmepumpe bereitgestellte Wärme kann nicht übertragen werden.
Um das Problem in den Griff zu bekommen gibt es drei Stellschrauben:
1. Heizleistung der Wärmepumpe erhöhen, kommt nicht in Frage, lohnt nicht, viel zu teuer
2. Grössere Wärmetauscherfläche schaffen, heisst neuer Speicher, lohnt nicht, viel zu teuer
3. Volumenstrom im Tauscher erhöhen, das versuche ich mal mit einer anderen UWP wenn die eingebaute mal kaputt ist.
Bleibt als einzige Möglichkeit die Nutzung des Elektroheizstabes, das lohnt bei mir aber nicht, der hat einen Anschlusswert von 6kw und da ich für die Einspeisung noch viel Geld bekomme rechnet sich das nicht.
Eine Möglichkeit hätte man eventuell noch, wenn man die Ventilatorleistung der WP runterregeln und somit nicht so viel Wärme in die Pumpe schaufelt, aber auch das wird in keinem Verhältnis zum Ertrag stehen.
Fazit, irgendwann ist bei schon installierten Anlagen mal Schluss mit den Optimierungsmöglichkeiten, wenn mal etwas ersetzt werden muss, beginnt das Nachdenken erneut. Gut ist, die WW-Bereitung in die Zeit zu legen, in welcher bei Sonneneinstrahlung die PV-Anlage die meiste Leistung abgibt, das ist eine zuverlässig Hilfestellung, alles andere lässt sich nur schwer Beeinflussen.
Was im Sommer klappen und sich rechnen könnte wäre, die kleinste erforderliche Brauchwassermenge mit dem kleinsten, aber natürlich noch geeigneten, Heizstab zu erhitzen und zu verbrauchen, ich glaube, Bevorratung wird nicht funktionieren.
Ich habe nun seit November letzten Jahres bis heute 2860kw/h für Heizung und Warmwasser verbraucht, davon gehen ca. 900kw/h auf das Konto der PV-Anlage.
Mit Wegfall der Gebühr für den Zusatzzähler, meinem Differenzpreisvorteil zwischen Einspeisung und Eigenverbrauch sowie dem Stromanbieterwechsel habe ich zu den Vorjahren ca. 100,-€ auf's Jahr gespart.
Kleinvieh macht auch Mist, die Bastelei hat Spass gemacht, dazugelernt habe ich dabei auch, gekostet hat es fast nichts.................aber meine Erwartungen haben sich nicht erfüllt.
Ich hätte mich vorher meiner Signatur besinnen können
