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Re: Alter Steinbackofen in einem Bauernhof
Verfasst: Mi 21. Jan 2015, 17:26
von Hardy
Das nenn ich mal einen Ofen.
Wolfgang, das wird !
Re: Alter Steinbackofen in einem Bauernhof
Verfasst: Mi 21. Jan 2015, 17:58
von Hasenbraten24
wolfgangdoc hat geschrieben:Ich hab gerade mal nachgemessen etwa 140 cm x 140 cm etwa 50 cm hoch
Wenn ich da reinschau, komm ich mir vor wie bei Hänsel und Gretel
Das ist mal ne Hausnummer. Damit kann man ja ein ganzes Dorf versorgen

Re: Alter Steinbackofen in einem Bauernhof
Verfasst: Mi 21. Jan 2015, 18:18
von Hochrheinbahner
Hallo Daniel,
bei uns im Schwarzwald wurde früher immer für das ganze Dorf gebacken. Ich war mal dabei auf Reha, da wurden 28 - 35 Laibe im Gewicht zwischen
750-1200 Gramm in einem mal gebacken. Der Teig wurde oben in der Küche in großen Wannen angerichtet und ging meistens über Nacht in der warmen Küche. Das Brot wurde dann rundgeformt und auf langen Dielen bemehlt einen Stock tiefer in die Backstube getragen und dann eingeschossen . Die Außentemperatur war damals ca. 10 Grad minus. Eingeschoben wurde bei 350 Grad, aber bei der Menge fiel die Temperatur des Ofens dann recht schnell . Das Brot war dann ca. 1- 1/4 Stunde im Ofen. Es konnte aber auch in mehreren Durchgängen gebacken werden. Am Schluss wurden dann noch Feinbackwaren eingeschoben. Das Brot wurde dann auch auf dem Markt verkauft.
Viele Grüße aus dem Schwarzwald Gerd
Re: Alter Steinbackofen in einem Bauernhof
Verfasst: Mi 21. Jan 2015, 18:21
von wolfgangdoc
Ihr macht mir richtig Mut,dann sollte ich mich mal gleich nach einem Holzlieferant umsehen (2-3 Schubkarren boah)Aber das ich jetzt nicht alles erneuern muß, tröstet mich schon mal!.Dann werd ich mich mal an die Reinigung und Kontrolle machen.Aber erst muß hier noch Einiges andere erledigt werden.Wenn es so weit ist werde ich mich melden und dokumentieren.
Re: Alter Steinbackofen in einem Bauernhof
Verfasst: Mi 21. Jan 2015, 19:30
von Hasenbraten24
Hochrheinbahner hat geschrieben:Hallo Daniel,
bei uns im Schwarzwald wurde früher immer für das ganze Dorf gebacken. Ich war mal dabei auf Reha, da wurden 28 - 35 Laibe im Gewicht zwischen
<a href="tel:750-1200">750-1200</a> Gramm in einem mal gebacken. Der Teig wurde oben in der Küche in großen Wannen angerichtet und ging meistens über Nacht in der warmen Küche. Das Brot wurde dann rundgeformt und auf langen Dielen bemehlt einen Stock tiefer in die Backstube getragen und dann eingeschossen . Die Außentemperatur war damals ca. 10 Grad minus. Eingeschoben wurde bei 350 Grad, aber bei der Menge fiel die Temperatur des Ofens dann recht schnell . Das Brot war dann ca. 1- 1/4 Stunde im Ofen. Es konnte aber auch in mehreren Durchgängen gebacken werden. Am Schluss wurden dann noch Feinbackwaren eingeschoben. Das Brot wurde dann auch auf dem Markt verkauft.
Viele Grüße aus dem Schwarzwald Gerd
Ich habe beim ersten Backtag 15 Pizzen, 20 Brote gebacken und 4 Kastentoast. Danach hab ich nix mehr gebraucht.
Für Freitag haben wir den nächsten Backtag angesetzt.... Mal sehen - Übung macht den Meister.
Re: Alter Steinbackofen in einem Bauernhof
Verfasst: Mi 21. Jan 2015, 20:35
von Diavolo
wolfgangdoc hat geschrieben:Danke für die Hilfsbereitschaft! Gibt es da eine Faustregel wieviel Holz man dafür braucht.Wie hoch muß die Temperatur denn sein, bis ich die Glut entfernen kann.Ist es sinnvoll ein stationäres Thermometer zu benutzen oder geht auch ein Infrarotthermometer.Wenn stationär wie kann ich durch diese dicken Wände ein Thermometer installierenoder kann ich es auch im Ofen befestigen

Hallo wolfgangdoc,
Du brauchst soviel Holz, wie benötigt wird, um den Russ im Innenraum am Gewölbe "wegzubrennen".
Fang mal mit einer Schubkarre an. Wenn das abgebrannt ist und nur noch Glut da ist, sollte
das Gewölbe frei von Russ sein. Ist das nicht der Fall, wars zu wenig Holz, dann beim nächsten Mal weiter vortasten.
Ich denke auch, dass eine Schubkarre zu wenig sein wird - mit zwei bis drei wirst Du wohl rechnen müssen.
Zum Temperaturmessen empfehle ich Dir ein Infrarotthermometer. Da kannst Du da messen, wo es "drauf an kommt" am Backboden.
Ein fest installiertes Thermometer ist zwar ein nettes Gimmick, aber wirklich brauchen tust Du es nicht.

Re: Alter Steinbackofen in einem Bauernhof
Verfasst: Mi 21. Jan 2015, 20:44
von Hardy
@Diavolo
korrekt!
so mache ich das mittlerweile auch. Wenn es innen hell wird hat mein Ofen ca. 280° Das ist immer so eine Art Indikator. Der Außenthermometer gibt dann eigentlich nur die "Tendenz" an.
Wobei einen Außenthermometer nachträglich zu installieren ist der große Akt wirklich nicht.
Re: Alter Steinbackofen in einem Bauernhof
Verfasst: Mi 21. Jan 2015, 21:10
von Backwahn
Hallo Wolfgang,
ich würde es mit dem ersten anheizen erst einmal vorsichtig angehen lassen.
Es könnte irgendwo Feuchte eingedrungen sein, das kann bei zu hoher Temperatur zu Beschädigungen führen.
Durch die lange Standzeit könnten sich auch Steine gesetzt haben, die es gar nicht sollten, also am Anfang immer alles gut beobachten.
Auf eine feste Tür kannst du wahrscheinlich erst einmal verzichten, das erwähnte nasse Holzbrett oder eine Metallplatte fände ich für das Gesamtbild persönlich auch stimmiger, das ist aber Ansichtssache.
Also, Gut Feuer im Ofen!
Re: Alter Steinbackofen in einem Bauernhof
Verfasst: Mi 21. Jan 2015, 21:11
von wolfgangdoc
Welches Thermometer wäre da sinnvoll!Bereich bis 500°? bei "Conrad" könnte man sowas finden.Welches Holz benutzt ihr zum Heizen?Wann weiß ich, dass das Brot,vorausgesetzt es bestand die richtige Temperatur, fertig ist.
Re: Alter Steinbackofen in einem Bauernhof
Verfasst: Mi 21. Jan 2015, 21:18
von Hasenbraten24
Ich hab mir mein Thermometer in der Bucht geschossen. -750Grad. Aber 500 reichen mit Sicherheit auch. Zum Holz verwende ich quasi alles was brennt und unbehandelt ist.

Kiefer, Fichte, Buche, Birke, Eiche, Ahorn, ...
Beim Brot mache ich die Klopfprobe. Nach 40 - 45 Minuten eines rausnehmen und unten draufklopfen. Wenns hohl klingt und gut aussieht ist es fertig.
