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Alte - ursprüngliche Rezepte. Kochen - Hausschlachtung etc.

Verfasst: Mi 28. Jan 2015, 12:03
von Hardy
Heute gibts "Knutschelfleisch" was auch immer das ist. Ich würde es wohl eher als grobe Sülze von Schweine-Extremeitäten bezeichnen.

Es handelt sich um ein typisches Nachkriegsrezept, als die Menschen noch eigene Schweine hatten, selbst geschlachtet haben und alles verarbeitet wurde.

Geht das so - oder soll ich die Sachen in A4-Größe zum Download anhängen?

Re: Alte Rezept um die Hausschlachtung

Verfasst: Mi 28. Jan 2015, 12:06
von Hardy
Gesulzder Schweinskopp

Re: Alte Rezept um die Hausschlachtung

Verfasst: Mi 28. Jan 2015, 12:09
von Hardy
Spanferkel mit Esskastanien

Re: Alte Rezept um die Hausschlachtung

Verfasst: Mi 28. Jan 2015, 12:16
von Hardy
Bäckerowe - Bäckeofen - Bäckerofen

Das ist ursprünglich ein Rezept aus dem Saarland-nahen Elsass. Der Bäckeowe (Bäckeofe - Bäckerowe). Der Name rührt daher, dass man früher dieses Gericht in einem Steinguttopf zum Bäcker brachte und er das gegen einen Teller des guten Eintopfs in der Abwärme ausgebacken hat.

Aus Soufflenheim kommt die dafür bekannteste Keramik, die den gleichen Namen trägt. Der Bäckerowe ist eine Steingutschüssel mit Deckel, die Innen und außen glasiert ist und aus Tradition bunt verziert ist. Der Deckel wird mit Brotteig eingeklebt und dann wird der Inhalt in den Backofen (Bäckerowe) geschoben und lange gegargt. Heute würde man dazu sagen Fleisch-Gemüseeintopf in Niedrigtemperatur.

Anm. der Römertopf geht natürlich auch dafür und ist lediglich ein industrieller Nachfolger des ansonsten Handwerklich hergestellten Keramiktopfes.

Der Bäckerowe hat mich als ca. 20-jähriger derart angefixt, dass es das 1. Küchengerät war was ich mir gekauft hatte (habe ich heute noch) und es auch das 1. Gericht war - was ich selbst gekocht hatte.
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Schnell noch ein Foto gemacht. Das ist mein ca. 40 Jahre alter Bäckeofen. Meine Frau bestand damals darauf einen ohne Dekor zu kaufen. Der war richtig schwierig zu finden. Sie wollte, daß er zu unserem Geschirr passt (Frauen.....)
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Re: Alte Rezept um die Hausschlachtung

Verfasst: Mi 28. Jan 2015, 12:26
von Siggi
Hardy, Du gräbst ja Klamotten aus, einfach köstlich.
Hoch leben die alten Rezepte!
Die Altvorderen wußten schon wie man selbst (heutigen) Abfall noch schmackhaft zubereiten konnte, da kam nichts um.

Ps.: Das ist der Vorteil der Rentner, sie können die Augen offen halten und beim Graben im Internet andere auf dem Laufenden halten und an vielen interessanten Seiten Teil haben lassen.

Mach fleißig weiter so, ich liebe es. :gut:

Re: Alte - ursprüngliche Rezepte. Kochen - Hausschlachtung

Verfasst: Mi 28. Jan 2015, 12:28
von Hardy
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Flammkuchen


Und noch schnell einen Insider und Seitenhieb auf ehrliche Beratungsqualität

Und wer über einen Ramster verfügt kann mit der Abwärme am Tag drauf noch ein paar Brote backen........

Deifel sach whatt

Re: Alte - ursprüngliche Rezepte. Kochen - Hausschlachtung

Verfasst: Mi 28. Jan 2015, 12:29
von Novum64
Tolle Idee mit dem Thread und schöne Rezepte.

Danke Hardy. :bussi:

Re: Alte - ursprüngliche Rezepte. Kochen - Hausschlachtung

Verfasst: Mi 28. Jan 2015, 12:30
von Hardy
Siggi - freut mich echt Deine Reaktion.

Mit Martin sind wir zumindest schon zu Dritt

:danke:


Oh Martin war sogar schneller mit der Antwort als ich. Also lag ich ja richtig.

Martin - Du hast mich mit Deiner gestrigen Bemerkung erst drauf gebracht !

Re: Alte - ursprüngliche Rezepte. Kochen - Hausschlachtung

Verfasst: Mi 28. Jan 2015, 12:40
von Hardy
Wildhase !

Wildhasenbraten und Wildkaninchen-Schinken geräuchert

Wilhasenrezept1.jpg
Wilhasenrezept1.jpg (219.75 KiB) 17928 mal betrachtet
Ob man die Pökellage heutzutage noch mit Salpeter macht - das mögen die Profis beantworten. Aber die Idee finde ich schon mal gut - wenn es wieder heißt was mach ich mit meinem Hasen. Wobei ein Stallhase sicherlich dem Wildhasen bei diesen Gerichten nicht ganz die Hasenpfote reichen kann.

Re: Alte - ursprüngliche Rezepte. Kochen - Hausschlachtung

Verfasst: Mi 28. Jan 2015, 12:59
von Klaus
Hardy hat geschrieben:Heute gibts "Knutschelfleisch" was auch immer das ist. Ich würde es wohl eher als grobe Sülze von Schweine-Extremeitäten bezeichnen.

Es handelt sich um ein typisches Nachkriegsrezept, als die Menschen noch eigene Schweine hatten, selbst geschlachtet haben und alles verarbeitet wurde.

Geht das so - oder soll ich die Sachen in A4-Größe zum Download anhängen?
Mein früherer Schlachter war nicht in der Lage Schweineohren und Pfötchen zu besorgen....geht alles nach China sagte er mir.
Jetzt habe ich einen der selber schlachtet und da bekommt man solche Leckereien noch!

Toll die alten Rezepte!