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Re: Ein Tag in meinem Backhaus

Verfasst: Di 15. Mai 2012, 21:06
von Steini
Ich schließe mich da noch einmal an.

Da kannst du und deine Frau echt stolz drauf sein. :respekt:

Ist sicher mal einen Besichtigungstermin wert. :beob:

Wenn ich mal in Leer bin, würde ich dich gerne auf eine Tasse Kaffee besuchen. :dafuer:

LG, Steini

Re: Ein Tag in meinem Backhaus

Verfasst: Di 15. Mai 2012, 21:42
von hoinersoiner
Klaus,

ich hab´bisher nichts gesagt - weil mir iss nix passendes eingefallen ....

:respekt: :respekt:

.. ich gucke nur mit Interesse den Beitrag und staune, staune, staune ...

:drink1: :drink1:

.. ich wünsche Dir das was Du Dir wünschst .. und vor allem habe ich GROSSEN :respekt:

- wie man so was geschaffen hat ...
- wie man so was in Schuss hält ...
- wie alles so mit Liebe zum Detail und ordentlich gemacht ist


..... HUT AB !!!!!!!

.. und mach weiter mit der BILDER Show... ich glaube da gucken noch VIELE mit ....

:applaus: :applaus: :applaus: :applaus:

.. wenn ich mal da oben bin - (ich war im Norden erst drei/vier mal in meinem Leben / hab mal jemanden aus Süderlügum ? kennen gelernt ...) komme ich auf jeden Fall vorbei ..

bis die TAge und GENIESSE es weiter ..

:drink1: :drink1:

HOINER

Re: Ein Tag in meinem Backhaus

Verfasst: Mi 16. Mai 2012, 07:34
von Klaus
Wahrend die Glut im Backofen langsam zur Asche wird kann der Teig bereitet werden.
Die einzelnen Komponenten werden in die Maschine gefüllt und geknetet.

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Es handelt sich um eine kleinere Industriemaschine die in einem " Rutsch" bis zu 25 kg Teig herstellen kann.
Sie stammt von einem namhaften Hersteller aus Süddeutschland.

Hier die Maschine mit ca 6kg Weizenmischbrotteig

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hier etwa 10 kg fertiger Kürbisstutenteig

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Der Teig wird gewogen, gewirkt und in entsprechenden Formen/Gärkörben für das Abbacken vorbereitet

Re: Ein Tag in meinem Backhaus

Verfasst: Mi 16. Mai 2012, 07:56
von Klaus
Ein Wort zu der Knetmaschine.

Wie ich schon geschrieben habe ist so manche Haushaltsmaschine bei uns auf der Strecke geblieben. 1kg Teig zu kneten ist auch mit der Hand sehr gut möglich.
Echte Knetmachinen kneten langsam....sie durchwirken den Teig besser!

Da lese ich doch in einem Rezept der Firma" Hobby Bäcker Versand Minerva ".....Zitat Angang: In einer Knet-/Küchenmaschine LANGSAM !!! kneten. Bitte kein H A U R U C K wie in der Industrie : Essen hat was mit Liebe zu tun und braucht Zeit, Geduld,Gefühl und Hingabe!!! Zitat Ende

Ja so sehe ich es auch und wie bereits geschrieben..... so eine Knetmaschine hilft dabei außerordentlich gut!
Zugegebener Maßen ist so ein Maschinchen nicht gerade ein Schnäppchen....aber sind wir nicht zu arm ein billiges Gerät zu kaufen????? Nach wenigen Einsätzen sind sie nicht mehr zu gebrauchen.

Re: Ein Tag in meinem Backhaus

Verfasst: Mi 16. Mai 2012, 08:09
von Klaus
Während der Teig nun aufgeht muß ich mich um meinen Backofen kümmern.....

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Mit dem Metallschieber ganz links wird die verbliebene Glut und Asche aus dem Backraum entfernt.
Neben dem Metallschieber hängt ein Edelstahlfeger. Damit fegt man den Rest der Asche aus dem Backofen.
Anschließen sauge ich den Backraum noch aus. Dazu habe ich vor dem Staubsauger einen Metallbehälter geschaltet

Die Teigschieber habe ich mir in einer Tischlerei selbst gebaut. Das ist für einen handwerklich geschickten Bäcker ( ihr könnt das alle ) ganz einfach zu bewerkstelligen.
Buchenbrettreste mit weißem Leim aneinander kleben....ab in die Presse.....ein Loch in die Mitte bohren....Besenstiel mit Leim rein ......trocknen lassen und anschließend unter die Schleifmaschine.....fertig! *lach*
Nun....kaum jemand von euch hat Zugang zu einer Tischlerei und somit fällt der Bau eines Teigschiebers in der Form, wie oben beschrieben, aus. Sperrholz gibt es aber in den verschiedensten Stärken .....ein Zuschnitt im Fachhandel ist schnell erledigt.....und schon baut man sich so einen Schieber.

Sage mir wo du arbeitest und ich sage dir woraus bei dir zu Hause die meisten Dinge des tägl. Lebens bestehen.

Ein Metallbauer baut sich einen Schieber aus Metall usw usw......

Re: Ein Tag in meinem Backhaus

Verfasst: Mi 16. Mai 2012, 08:19
von Klaus
Mit großer Freude nehmen meine GG und ich zur Kenntnis, dass euch dieser Bericht gefällt.
Sollte sich jemand in unsere Nähe verirren so ist er uns als Gast zu jeder Zeit herzlich willkommen ( bitte kurz telebimmeln). Kaffee gibt es selbstverständlich.
Wegezoll an unseren Rottweiler ist nicht erforderlich.......

Re: Ein Tag in meinem Backhaus

Verfasst: Mi 16. Mai 2012, 20:49
von exe
Ich finde den Bericht interessant. Danke dafür. :)

Re: Ein Tag in meinem Backhaus

Verfasst: Mi 16. Mai 2012, 22:00
von TJP1976
Ganz toller Bild Bericht!
:danke:
---
LG
Torsten

Re: Ein Tag in meinem Backhaus

Verfasst: Fr 18. Mai 2012, 11:07
von Klaus
Nun wird es langsam spannend denn die Teigstücke müssen in den Backofen.
Wenn die Temperatur im Backofen auf 280° gesunken und die Teigstücke den richtigen Zeitpunkt der Gare erreicht haben dann wird das Brot eingeschossen.
So nennt man den Vorgang wenn das Brot in den Backofen muß.

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Man kippt den Gärkorb auf einen Holzschieber.


Doch vorher bekommt das Teigstück noch einen kreuzweisen Enschnitt. Das macht man damit das Brot im Backofen nicht unkontrolliert reißt denn die Gärgase müssen ja irgendwie entweichen können.
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Wie stellt man denn fest wann das Brot die richtige Gare hat?
An sich ganz einfach....man tippt mit auf das Teigstück und wenn es sich ganz samtig, wie ein Babypopo, anfühlt und ganz leicht nachgibt.....dann ist es soweit!

Re: Ein Tag in meinem Backhaus

Verfasst: Fr 18. Mai 2012, 11:10
von Klaus
Hier mal Brot und Brötchen die darauf warten gebacken zu werden.....aber die richtige Gare fehlt noch!

Bild

Nun liegen alle Teigstücke im Backofen direkt auf dem Stein.
Durch die große Hitze ziehen sich die Teigporen sofort zu. Dadurch wird die Rinde knusprig und Innen trocknet es nicht aus....

Bei einem Teiggewicht von 1000 Gramm ist das Brot nach 45 Minuten fertig gebacken.....


Bild