Moin in die Runde

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Ich habe gestern mal wieder nicht an unser 2. OCM gedacht, als ich Reheintopf machte (mit Unterstützung der Kinder), so fehlen mir Bilder von der Schnibbelei. Aber weil es doch gut dazu paßt, schreibe ich das Rezept für Euch auf:
Zutaten:
zerkleinertes Skelett eines frisch ausgelösten Rehes (oder was Ihr gerade an Wild verarbeitet habt und in den größten vorhandenen Topf paßt)

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ca. 3l Wasser
6 Pfefferkörner
4 Zwiebeln
2 Lorbeerblätter
6 Kartoffeln (geschält und in Würfel mit 1cm Kantenlänge geschnitten)
4 Möhren (geschält und in Würfel mit 1cm Kantenlänge geschnitten)
4 Wacholderbeeren (zerdrückt)
3 grob zerhackte Knoblauchzehen
2 EL Salz
1 TL Tymian
1 TL Oregano
1 TL frischgemahlener Kreuzkümmel
1/2 TL frischgemahlener Pfeffer
Zubereitung:
Die zerhackten Knochen als Rest eines ausgelösten Wildtieres mit einigen schwarzen Pfefferkörnern, Zwiebeln und Lorbeerblättern etwa 4h köcheln lassen, bis sich das Restfleisch gut ablösen läßt. Dabei sollte nicht so gründlich wie bei meinem Beispielbild hier gearbeitet werden

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Ist alles Fleisch abgepult und wieder im Kochtopf, kommen die Kartoffelwürfel, die Knoblauchzehen und der Rest der Gewürze hinzu und Du läßt alles 15Min vor sich hin köcheln. Leztlich gib die ebenfalls in kleine Stücke geschnittenen Möhren hinein

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und nach weiteren 12Min Kochzeit kann serviert werden. Allerdings schmeckt es einen Tag danach noch besser.
Wir mochten es sehr gern. Das Fleisch und die Kartoffeln waren weich und die Möhren hatten noch etwas Biß und schmeckten leicht süß. Geschmacklich für uns eine deftig - runde Sache, welche gut zur kalten Jahreszeit paßt.

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PS: Ich werfe keine verwertbaren Lebensmittel weg und somit findet (fast) jeder Teil des Wildes seinen Weg in die Küche - das ist neben einem sauberen Treffer meine Interpretation von "dem Schöpfer im Geschöpfe ehren".