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Re: Pumpernickel nach meiner Art

Verfasst: Do 4. Aug 2011, 20:09
von Steini
Ich glaube auch nicht, dass das mit dem Stromverbrauch so dramatisch ist.
Und wenn du sagst, dass dein Ofen alle 1,5 Std. für 2-3 Minuten aufheizt würde sich folgende Berechnung ergeben:
24:1,5=16*3=48 min. zzgl. Aufheizzeit 15 min = ca. 1 Std. * 3,5KWH * 22 ct. =77 ct. (oder so ähnlich)

Ich denke, dass man den Verbrauch nur durch entsprechende Messung beurteilen kann.

LG, Steini

Re: Pumpernickel nach meiner Art

Verfasst: Fr 5. Aug 2011, 10:48
von Holli
Moin,

so ich habs gemacht und das Pumpernickel nachgebacken. Erstmal nur das halbe Rezept. 3 kg Pumpernickel wollen erstmal gegessen werden.

Mein BO regelt alle 9 Minuten für 2 Minuten nach. Steinis erste Berechnung wird dem Stromverbrauch wohl recht nahe kommen.

Mit der Wassermenge im Rezept bin ich nicht ausgekommen. Die Roggenkörner und das Schrot haben mir das Wasser ruckzuck weggezogen.

Die TA im Rezept liegt über den Daumen geschätzt bei 155. Normal für Schrotbrote ist eine TA von 170 und mehr, da die Schalenteile des Roggen viel Wasser zum quellen brauchen.

Nun habe ich aber noch nie Pumpernickel gebacken. Vielleicht ist hier durch die lange Backzeit und den dichten Verschluss der Form alles anders.

Naja um 8.30 morgen früh ist das Brot nach dann 24 Stunden fertig gebacken und wir werden sehen was dabei herauskommt.

Hier die Bilder.
Hier reift mein Sauerteig
Hier reift mein Sauerteig
Pumpernickel 011.jpg (204.18 KiB) 4617 mal betrachtet
grobes Roggenschrot
grobes Roggenschrot
Pumpernickel 004.jpg (227.37 KiB) 4617 mal betrachtet
die Roggenkörner habe ich über Nacht quellen lassen
die Roggenkörner habe ich über Nacht quellen lassen
Pumpernickel 017.jpg (268.44 KiB) 4617 mal betrachtet
das Wasser aus dem Rezept ist schon verbraucht. Körner und Schrot sind extrem durstig
das Wasser aus dem Rezept ist schon verbraucht. Körner und Schrot sind extrem durstig
Pumpernickel 020.jpg (262.82 KiB) 4617 mal betrachtet
der Teig ist mir zu fest, ich gebe mehr Wasser zu
der Teig ist mir zu fest, ich gebe mehr Wasser zu
Pumpernickel 022.jpg (284.06 KiB) 4617 mal betrachtet
die Form ist bis ca. 1 cm unter den Rand gefüllt.
die Form ist bis ca. 1 cm unter den Rand gefüllt.
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mit Backpapier abdecken
mit Backpapier abdecken
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doppelt in Alufolie einpacken
doppelt in Alufolie einpacken
Pumpernickel 037.jpg (215.61 KiB) 4617 mal betrachtet
um 20.30 Uhr werde ich die Temperatur auf 90°C reduzieren. Morgen früh um 8.30 Uhr ist dann der große Auftritt. Ich werde berichten.

LG Martin

Re: Pumpernickel nach meiner Art

Verfasst: Fr 5. Aug 2011, 15:09
von Steini
Hallo Martin,

kannst du mir die Technik deines Sauerteiggärschrankes einmal näher erläutern.
Ich wollte mir auch schon so ein Teil basteln und hatte folgende technische Überlegungen:

- Glühlampe (Heatball), 40 Watt (evtl. in einer Kellerlampe verbaut)
- Universalthermostat von Conrad (hier klicken)

Damit würde ich dann aber keinen 3-stufig geführten Sauerteig hinbekommen, es sei denn ich ändere die Temperatureinstellung manuell.

LG, Steini

Re: Pumpernickel nach meiner Art

Verfasst: Fr 5. Aug 2011, 15:31
von Holli
Hallo Steini,

die Styroporkiste stammt aus dem Handelshof. War zum transport gefrorener Lebensmittel gedacht. Preis 5 Euro.

Die Technik stammt aus dem Terrarienbedarf. Mein Sohn hatte die Bauteile über. In der Kiste ist ein Heizkabel und ein Thermostat eingebaut.

Aussen kann ich die Temperatur und die Zeit einstellen.

Die Box ist so groß, dass ich sie auch als Gärschrank für 2 bis 3 Formen gebrauchen kann.

LG Martin

Re: Pumpernickel nach meiner Art

Verfasst: Fr 5. Aug 2011, 18:16
von charly
Hallo,

Hatte nicht gesehen, daß schom eine 2. Seite an Kommentaren da war.

@Holli: Ich komme mit der Flüsigkeitsmenge hin, da ich den Schrot nicht einweiche. Das Brühstück besteht nur aus den Körnern.
Deine Bilder sind prima geworden. Auch die Konsistenz des Teiges in der Form sieht richtig aus.

Die Flüssigkeitsmenge ist eigentlich schon richtig, da durch das geschlossene Backen keine Feuchtigkeit entweichen kann. Wenn ich die gesamten Zutaten nehme komme ich auf eine TA von 158. Üblich sind bei Roggenbroten 160-170

Ich kenne es übrigens so, das sich die TA nur auf Getreidemahlerzeugnisse bezieht. Dann hätte ich im genannten Rezept eine TA von 172 wenn ich mich nicht verrechnet habe.

Bin Mal auf das Ergebnis gespannt. Ich hoffe, daß das Brot durch das Einweichen des Schrotes und zusätliche Wasserzugabe nicht zu feucht wird/bleibt.

LG
charly

Re: Pumpernickel nach meiner Art

Verfasst: Fr 5. Aug 2011, 18:25
von Steini
Hallo Charly,

wenn Schrot nicht zum Brühstück gehört, habe ich vielleicht das Rezept falsch übernommen.
Ich habe Schrot und Körner dem Brühstück zugeordnet.
Holli hat nämlich nach dem Rezeptdatenblatt zubereitet.
Könntest du das noch einmal kontrollieren?

LG, Steini

p. s.: hoffentlich geht das jetzt nicht schief? Aber Holli ist vom Fach, das wird :gut:

Re: Pumpernickel nach meiner Art

Verfasst: Fr 5. Aug 2011, 18:34
von Holli
Hallo Charly,

ich bin auch schwer gespannt was dabei herauskommt.

Die ersten 12 Stunden sind ja bald rum. Duften tut es schon sehr gut.

Um 20.30 Uhr schalte ich zurück auf 90°C

Sollte dieses Brot in die "Hose" gehen , versuche ich es das nächste mal mit trockenem Schrot.

LG Martin

Re: Pumpernickel nach meiner Art

Verfasst: Fr 5. Aug 2011, 18:37
von Steini
wieviel Wasser hast du denn zusätzlich dazugegeben?
Vielleicht sollte man im Rezept 500 g Wasser aus dem Brotteig in das Brühstück transferieren.
Aber die Konsistenz deines Teiges sieht gut aus.
Ich würde aber auch auf jeden Fall das Schrot im Brühstück belassen.

LG, Steini

Re: Pumpernickel nach meiner Art

Verfasst: Fr 5. Aug 2011, 18:39
von charly
Hallo Steini,

In der Rezeptdatenbank ist der "Fehler" mit dem Brühstück drin.

Brühstück:
1100g Körner
1000g kochendes Wasser
Stehzeit 3Std.

Brotteig:
500 g Sauerteig
2100 g Brühstück
1800g Roggenschrot
700 g Roggenvollkornmehl
1000 g Wasser
75 g Salz

Wichtig wäre evtl noch die Anmerkung das der Teig eine Konsistenz wie nasser Sand haben sollte einzufügen. Dann kann auch bei der Verwendung von mittlerem oder feinem Schrot die zusätzliche Wassermenge beurteilt werden.

LG
Charly

Re: Pumpernickel nach meiner Art

Verfasst: Fr 5. Aug 2011, 18:43
von Steini
Ja, ich hab es schon bemerkt.
Aber wenn Martin mit dem Schrot im Brühstück ein gutes Ergebnis erzielt,
kann man es evtl. da drin lassen und nur den Anteil Wasser "verschieben".
Warten wir es mal bis Morgen ab. Das wird!

LG, Steini