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BeitragVerfasst: Di 25. Sep 2012, 19:31 
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Flammentänzer
Flammentänzer
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Registriert: Do 28. Apr 2011, 22:34
Beiträge: 379
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Hallo aus der Altmark,

Frau Heidelinde Häußler hat bei einem Seminar gesagt:" Es gibt Lebensmittel und es gibt Nahrungsmittel!" Recht hat sie.
Die Industrieware ist eben billig und hällt uns am Leben. Das dann auch noch Namensrechte für Backwaren ein Rolle spielen
sollen, ist schon seltsam...

Was uns aber nährt sie die Backwaren, wie sie hier im Forum immer wieder gebacken werden.

Mit den besten Grüßen aus der Altmark


Backfisch

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Der Backfisch aus der Altmark


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BeitragVerfasst: Mi 26. Sep 2012, 07:27 
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Flammengott
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Registriert: Mo 20. Feb 2012, 14:49
Beiträge: 3098
Wohnort: Ostfriesland
Ja Michel man kann auch heute noch bewußt einkaufen ...aber...... was sagt mir meine Frau....wie lange muß ich denn im Laden jede Packungsbeschreibung lesen damit ich keinen Chemiebaukasten mit nach Hause bringe.
Wenn ich dann lese, dass Gewürzgurken ja selbst Salzheringe mit Aromastoffen versetzt werden da kan ich mich nur noch an den Kopf fassen......

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Wenn Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken ( Noka)


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BeitragVerfasst: Mi 26. Sep 2012, 08:41 
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Flammengott
Flammengott
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Registriert: Di 3. Apr 2012, 19:59
Beiträge: 3014
Wohnort: am Elm
Grüß Dich Klaus!

Bei aller berechtigter Kritik (ich denke da gerade an die Haltungsbedingungen unserer Fleischlieferanten) sollten wir doch nicht vergessen, daß es uns niemals in der Geschichte der Menschheit so gut wie heute ging. Ich bin jetzt trotz (oder gerade wegen ;) ) der Schulmedizin und des hier in Norddeutschland üblichen Essens 42Jahre alt. Gehen wir mal einige hundert Jahre zurück - ich wäre vermutlich Dorfältester. Die Allerwenigsten wissen doch etwas mit den chem. Bezeichnungen oder E-Nummern auf den Packungen anzufangen - auch ich nicht. Zudem darf man die prozentuale Verteilung nicht außer acht lassen - mancher Inhaltsstoff kann erst mit unseren heutigen sehr genauen Analysemethoden erfaßt und benannt werden. Früher wußten die Menschen einfach nichts darüber.
Meine Frau besuchte im Rahmen einer Schulexkursion im Jahr 1984 einen Versuchsreaktor. Ein dortiger Mitarbeiter hatte von einer Urlaubsreise eine Bodenprobe mitgebracht. Die Probe wurde ihm nach der Untersuchung nicht wieder ausgehändigt, sondern als radioaktiv verseucht eingelagert. Die in seinem Urlaubsort* anzutreffende natürliche Radioaktivität lag damals also weit über den hiesigen Grenzwerten.

*) ich meine, es waren die Kanarischen Inseln

Zitat: "...Ein Apfel auch, egal, wie biologisch er gereift ist. Aber jetzt lesen wir erst mal die Packung. Was denn - Pektin? Glukose? Saccarose? Natrium? Phosphor? Niacin? Müssen wir uns das alles antun? Nein, müssen wir nicht, aber das sind nun mal die natürlichen Bestandteile eines Apfels. Nur scheinen sie, so präzise benannt, ein bisschen beängstigend...." meint Dietmar Bittrich auf Seite 26 / 27 seines Buches: ACHTUNG GUTMENSCHEN!.

Als wir auf dem Weg nach Rügen im Auto "Die Abenteuer des Huckleberry Finn" hörten, wurde ich an mehreren Stellen an die überhaupt nicht so gute alte Zeit erinnert. Das Mittel, welches der auf der Flucht befindliche Seelenverkäufer gegen Zahnstein verkaufte und welches den Zahnschmelz gleich mit auflöste :rofl: mahnte mich doch sehr, dankbar und glücklich für unser heutiges System zu sein. Wir können uns so ernähren, wie wir es gern haben - die damals nur im weitaus geringerem Umfang.
Bitte sieh das keineswegs als Belehrungsversuch an - das steht mir nicht zu. Ich glaube das gerade die Mitglieder dieses Forums zu den kritischeren Mitmenschen gehören und daher gingen mir soeben diese niedergeschriebenen Gedanken durch den Kopf.

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Gruß
Michel ;)


Jäger - Die besseren Grünen!


Zuletzt geändert von DJTMichel am Mi 26. Sep 2012, 09:02, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Mi 26. Sep 2012, 08:54 
DJTMichel hat geschrieben:
Mag sein Diavolo, aber es wird niemand dazu gezwungen und wer mag, kann auch heute gute Lebensmittel kaufen oder eben wie die allermeißten von uns hier selbst herstellen. Nicht den Kopf in den Sand stecken - alles wird gut :gut:.


Dem kann ich nur zustimmen - und wer sucht kann Gutes sogar günstiger kaufen. Man muss halt selber kochen und soweit mitdenken, dass man ungefähr weiß, wann was regional zu haben ist und ggf. einlegen/ einkochen.

Müssen ja keine frischen Erdbeeren in die Sylvesterbowle :drink1:


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BeitragVerfasst: Mi 26. Sep 2012, 10:09 
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Flammenfürst
Flammenfürst
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Registriert: Mo 19. Sep 2011, 07:19
Beiträge: 686
Wir entfernen uns langsam vom Topic, aber egal:

An dem was Michel schreibt ist finde ich einiges dran. Ich begegne auch immer wieder Leuten, die fordern, dass Chemie[TM] nichts im Essen zu suchen hat. ;)

Für mich verläuft die Trennlinie bei Zusätzen in fertigen Lebensmitteln auch eher unscharf.

Stoffe die der Konservierung dienen, sind in einigen Produkten nicht zu vermeiden, wenn man will das das Zeug auch längere Zeit im Regal verbringen kann. Lieber etwas Konservierungsmittel mitgegessen als verdorbenes Zeug verspeist, das ist meine Meinung. Ich bin mir aber auch nicht sicher, ob Pökeln und Räuchern, würden sie heute erfunden, zulässige Behandungmethoden zum konservieren von Lebenmitteln wären. Irgendjemand hat auch mal gesagt, dass Kaffee wegen seiner zahlreichen unbekannten Inhaltsstoffe als Lebensmittel nicht zulassungsfähig wäre, würde er heute erst entdeckt. ;)

Kritischer sehe ich schon Stoffe die zugesetzt werden, um Produkte maschinengängig zu machen. Es ist wohl so, dass diese erforderlich sind um Lebensmittel in industriellen Prozessen zu verarbeiten, aber eigentlich ansonsten unnötig sind. Letztendlich ist das wohl eine Frage des Preises. Großindustriell gefertigte Lebensmittel sollen ja billig sein, also muss das Zeug möglichst leicht verarbeitbar und unempfindlich sein.

Völlig ablehnend stehe ich Zusätzen gegenüber, die nur dazu dienen das Produkt auf den Verbraucher zu optimieren. Damit meine ich, wie von Klaus angesprochen, Aromen z. B. in Bratheringen oder Gewürzgurken. Auch Zusatzstoffe die nur dazu dienen das Mundgefühl oder Aussehen (Farben) zu verbessern, lehne ich strikt ab. Ebenso die unnötige Substitution von Bestandteilen aus Kostengründen. Hier fällt mir z. B. der Austausch von Zucker gegen Süßstoff ein.

Als Kind der 80er bin ich mit zahlreichen Instantprodukten aufgewachsen und trotzdem mag ich vieles von dem Zeug heute überhaupt nicht mehr. Der Geschmack eines durchschnittlichen "Frucht"joghurt aus dem Supermarkt kann ich mit nur einem Wort beschreiben: albern. Meine Mutter "kochte" auch leidenschaftlich gerne Kartoffelpüree aus der Tüte. Als ich bei meiner Schwiegermutter das erste mal richtiges Kartoffelpüree (Kartoffel aus eigenem Anbau) bekam, fiel ich fast aus allen Wolken.

Ich habe es mir übrigens zum Hobby gemacht, Lebensmittelhersteller mit Feedback zu versorgen und damit keine schlechte Erfahrung gemacht. Fast jeder Hersteller hat Kontaktformulare oder eine E-Mail-Adresse. Wenn sich genügend Widerstand regt, überlegen sich vielleicht einige ob sie mit der "neuen verbesserten Rezeptur" (AKA "da sind jetzt mehr Aromen und weniger $produkt in der Tüte") wirklich Kunden gewinnen. :mmeinung:

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Ich backe, also bin ich.


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BeitragVerfasst: Do 27. Sep 2012, 21:56 
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Schamottetycoon
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Registriert: Di 2. Nov 2010, 15:46
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exe hat geschrieben:
... Ich habe es mir übrigens zum Hobby gemacht, Lebensmittelhersteller mit Feedback zu versorgen und damit keine schlechte Erfahrung gemacht...

Schön umschrieben ..."mit Feedback zu versorgen".

Aber das ist eine gute Idee und ich denke auch, dass es bewirkt, das Bewusstsein einiger Hersteller zu beeinflussen.

Ich werde auch mal einige Hersteller mit ordentlich Feedback "versorgen". :gut: :gut: :gut:

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... weil hausgemachtes einfach besser ist ...


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